WordPress Guidelines — 01
Alles, was du für die Content-Pflege wissen musst.
Dieses Handbuch bündelt die allgemeinen Richtlinien, die bei der Befüllung und Pflege einer WordPress-Website wichtig sind — von der richtigen Bildgröße bis zur Übersetzung.
Bilder & Dateien
Größen, Formate, Dateinamen — inklusive Bild-Check zum Ausprobieren.
05Texte
Unformatiert einfügen, Überschriften, Umbrüche, Typografie.
08SEO & Yoast
Title, Meta-Description, Slug — mit Google-Vorschau.
14Checkliste
Die Abnahmeliste vor dem Live-Gang. Zum Abhaken.
Die zehn Regeln in Kurzform
Wer nur eine Seite liest, liest diese. Alles andere sind Details dazu.
So groß wie nötig, so klein wie möglich
Bilder vor dem Upload verkleinern und komprimieren. Max. 1.920 px Breite, 200–300 KB.
Dateinamen ohne Umlaute
Kleinbuchstaben, Bindestriche, keine Leer- und Sonderzeichen. team-innsbruck.jpg
Alt-Text immer befüllen
Barrierefreiheit, Nutzerfreundlichkeit und Google-Bildersuche in einem Feld.
Texte unformatiert einfügen
cmd+shift+V bzw. strg+shift+V. Immer.
Keine manuellen Umbrüche
Der Text muss auf jedem Gerät funktionieren. Umbrüche macht der Browser.
Nur eine H1 pro Seite
Und danach keine Ebene überspringen: H1 → H2 → H3.
Intern über die Suche verlinken
Niemals URLs abtippen. Und Linktexte, die auch alleine verständlich sind.
Erst Hauptsprache, dann übersetzen
Sonst wird die Übersetzung beim Duplizieren wieder überschrieben.
Änderung nicht sichtbar? Cache.
Gespeichert → Server-Cache leeren → Hard-Reload → Inkognito-Fenster.
Im Zweifel fragen
Ein Ticket ist billiger als ein kaputtes Layout. Kapitel 15.
Was dieses Handbuch ist — und was nicht
- Ist: ein allgemeiner Schummelzettel für die tägliche Arbeit in WordPress. Zum Nachschlagen, nicht zum Durchlesen.
- Ist: die Grundlage für Qualität, Ladezeit, SEO und Barrierefreiheit deiner Website.
- Ist nicht: eine Dokumentation deines individuellen Backends. Welche Blöcke, Templates und Felder es in deinem Projekt gibt, steht im projektspezifischen Specification Sheet.
- Ist nicht: eine WordPress-Grundschulung. Login, Menüstruktur und Blocklogik zeigen wir in der Übergabe.
Muss technische oder rechtliche Anforderung — bitte einhalten. Empfehlung Best Practice, sinnvoll in 95 % der Fälle. Achtung hier gehen häufig Inhalte verloren oder es entstehen Fehler.
02 — Grundlagen
Rollen & Arbeitsweise
Eine Website hat viele Hände. Damit sich niemand gegenseitig überschreibt, ist klar geregelt, wer welchen Teil verantwortet — und welche Schalter besser nicht angefasst werden.
Wer macht was
Wir (Agentur)
Technik, Design und alles, was strukturell wirkt:
- Theme, Templates, Blockelemente, Programmierung
- Grundeinstellungen, Menüs, Sprachkonfiguration
- Plugins: Auswahl, Installation, Updates
- WordPress-Core-Updates, Backups, Monitoring
- Redirects, technisches SEO, Server- und Cache-Konfiguration
Ihr (Redaktion)
Alles, was inhaltlich wirkt:
- Texte, Bilder, Videos, Dokumente
- Metadaten: Alt-Texte, Titel, Bildunterschriften
- SEO-Felder: Title, Meta-Description, Slug
- Übersetzungen der Inhalte
- Aktualität: Preise, Öffnungszeiten, Team, Impressum
Der Inhalt füllt das Design — nicht umgekehrt. Jeder Block ist für eine bestimmte Art und Menge von Inhalt gebaut. Wenn Inhalt und Block nicht zusammenpassen, ist meist der Block der falsche, nicht der Inhalt zu lang.
Benutzerkonten
- Jede Person hat ihren eigenen Account mit eigenem Namen. So ist nachvollziehbar, wer was geändert hat.
- Keine Sammel-Logins wie
redaktion@, die sich mehrere Personen teilen. - Wenn jemand das Unternehmen verlässt: Account bei uns deaktivieren lassen.
- Rollen: Redakteur darf alle Inhalte bearbeiten und veröffentlichen, Autor nur eigene. Administrator ist bewusst auf wenige Personen beschränkt.
Mehr zu Passwörtern, 2-Faktor-Authentifizierung und Phishing in Kapitel 13.
Der Weg einer Änderung
- Entwurf bearbeiten
Änderungen sind sofort in der Datenbank, aber noch nicht öffentlich, solange die Seite als Entwurf gespeichert ist.
- Vorschau prüfen
Über „Vorschau“ die Seite ansehen — Desktop und Smartphone. Die Backend-Ansicht ist kein verlässliches Layout-Abbild.
- Veröffentlichen / Aktualisieren
Erst mit diesem Klick ist die Änderung live. Der häufigste „Fehler“ überhaupt: vergessen zu aktualisieren.
- Live kontrollieren
Seite im Frontend aufrufen. Wenn nichts zu sehen ist: Cache (Kapitel 11).
Zwei Personen sollten nie gleichzeitig dieselbe Seite bearbeiten. WordPress warnt zwar („wird gerade bearbeitet von …“), aber wer die Warnung wegklickt, überschreibt die Arbeit der anderen Person. Kurz absprechen ist schneller als zweimal tippen.
Revisionen: WordPress speichert ältere Versionen einer Seite. Über „Revisionen“ in der Seitenleiste lässt sich ein früherer Stand ansehen und wiederherstellen. Gilt für Standardfelder — bei speziellen Blockfeldern ist das je nach Projekt eingeschränkt. Im Zweifel: vor großen Umbauten kurz Bescheid geben, dann sichern wir vorher.
Finger weg von …
Diese Dinge sehen harmlos aus, haben aber Wirkung auf die ganze Website:
- Plugins installieren, aktivieren, deaktivieren oder löschen
- Theme-Dateien oder Code über den Editor bearbeiten
- Permalink-Einstellungen ändern — macht in einem Klick alle URLs der Website kaputt
- Seiten-Templates umstellen oder Startseite/Blogseite in den Einstellungen tauschen
- Slugs veröffentlichter Seiten ändern, ohne Redirect (Kapitel 08)
- Seiten löschen, die im Menü oder in Blöcken verlinkt sind — erst prüfen, dann in den Papierkorb
- Custom CSS oder HTML in Textfelder kopieren, um Layout zu „reparieren“
Alles davon können wir schnell erledigen oder gemeinsam ansehen. Ein Ticket kostet Minuten, eine kaputte Permalink-Struktur kostet Rankings.
03 — Inhalte pflegen
Bilder & Dateien
Bilder und Mediendateien sind ein wichtiger Bestandteil jeder Website — und der häufigste Grund für langsame Ladezeiten. Der Grundsatz beim Upload lautet: so groß wie nötig, aber so klein wie möglich.
Das betrifft die Dateigröße (KB, MB) genauso wie die Dimensionen (px). Die richtige Dateihandhabung ist zum einen extrem wichtig für Performance und Ladezeiten, zum anderen auch SEO-relevant.
Die Mediathek
Alle Medien werden zentral im Reiter Medien gespeichert und verwaltet. Wichtig zu verstehen:
- Eine Datei wird einmal hochgeladen und kann an beliebig vielen Stellen verwendet werden. Nicht pro Seite neu hochladen.
- WordPress erzeugt beim Upload automatisch mehrere Zuschnitte (Thumbnail, Medium, Large …) und liefert je nach Gerät die passende Größe aus. Deshalb reicht ein gut dimensioniertes Original.
- Eine Datei löschen, die noch verwendet wird, hinterlässt Lücken auf allen Seiten. Vorher prüfen, wo sie eingebunden ist.
- Aktualisierte Version einer Datei (z. B. Preisliste)? Die bestehende Datei ersetzen statt neu hochzuladen — so bleiben alle Links gültig. Wenn das Plugin dafür nicht vorhanden ist: bei uns melden.
Jede hochgeladene Datei ist über ihre direkte URL erreichbar — auch wenn sie auf keiner Seite verlinkt ist. Interne Dokumente, Verträge, Personallisten oder Dateien mit personenbezogenen Daten gehören nicht in die Mediathek.
Zielwerte auf einen Blick
| Typ | Max. Dateigröße | Dimension | Format |
|---|---|---|---|
| Inhaltsbild | 200–300 KB | max. 1.920 px breit | WebP oder JPG |
| Header-/Hero-Bild | bis 1 MB | max. 1.920 px breit (2.560 px nur bei Full-Screen) | WebP oder JPG |
| Freigestelltes Bild | 200–300 KB | so klein wie möglich | PNG oder WebP (transparent) |
| Logo / Icon | < 50 KB | vektorbasiert | SVG (von uns geliefert) |
| Teaser-Video | 2–3 MB | Full-HD, max. 10 Sekunden | MP4 oder WebM |
| Langes Video | — | — | YouTube / Vimeo einbetten |
| möglichst < 5 MB | — | PDF (getaggt, Kapitel 09) |
Die Werte sind Richtwerte für den Regelfall. Bei einer Bildergalerie mit 40 Fotos zählt jedes Kilobyte doppelt — dort lieber Richtung 150 KB arbeiten.
Formate
Neu gegenüber der Vorversion dieses Handbuchs: Wir empfehlen inzwischen WebP als Standardformat für Fotos. WebP liefert bei vergleichbarer Qualität rund 25–35 % kleinere Dateien als JPEG, unterstützt Transparenz und wird von allen aktuellen Browsern dargestellt. WordPress erlaubt den Upload von WebP seit Version 5.8, AVIF seit 6.5.
JPG bleibt weiterhin völlig in Ordnung — wenn dein Export-Workflow WebP nicht hergibt, ist ein gut komprimiertes JPG besser als ein schlecht komprimiertes WebP.
- WebP / JPG — Fotos und fotoähnliche Bilder
- PNG — nur wenn nötig, z. B. freigestellte Motive mit transparentem Hintergrund. PNG-Fotos sind schnell 5–10× größer als JPG.
- SVG — Logos, Icons, einfache Grafiken. Skaliert verlustfrei. Upload ist aus Sicherheitsgründen oft eingeschränkt — SVGs bitte über uns.
- HEIC / HEIF (iPhone-Standard) — kann WordPress nicht darstellen. Vorher in JPG oder WebP exportieren.
- TIFF, BMP, PSD, AI, EPS — nicht webfähig, riesig, gehören nicht in die Mediathek.
- Druckdaten in CMYK — führen zu blassen oder verfälschten Farben. Immer in sRGB exportieren.
Der Wert „300 dpi“ ist im Web bedeutungslos — es zählen ausschließlich Pixel. Ein Bild mit 1.920 × 1.080 px ist immer gleich groß, egal welche dpi in den Metadaten stehen.
Dateinamen
Der Dateiname wird Teil der URL und ist ein — kleiner, aber echter — SEO-Faktor. Vor allem aber verhindern falsche Zeichen, dass Dateien auf allen Servern und in allen Browsern funktionieren.
- Nur Kleinbuchstaben, Zahlen und Bindestriche
- Sprechend:
hotel-alpenblick-terrasse-sommer.jpg - Umlaute und ß:
überblick-gebäude.jpg - Leerzeichen, Unterstriche am Wortanfang, Sonderzeichen:
Bild 1 (final)#2.JPG - Nichtssagende Kameranamen:
IMG_4711.jpeg,DSC00034.jpg,Screenshot 2026-02-11 um 14.02.33.png - Versionsnummern und Datumsangaben, die schnell veralten:
preisliste-final-v3-neu.pdf
Dateinamen-Check
SimulationTipp: Auch WordPress bereinigt Dateinamen beim Upload automatisch — allerdings unschön (aus „ü“ wird nicht „ue“, sondern das Zeichen fällt weg). Besser vorher selbst benennen.
Workflow vor dem Hochladen
- Datei umbenennen
Klein, sprechend, mit Bindestrichen. Siehe oben.
- Bildmaße anpassen
Auf die tatsächlich benötigte Breite skalieren, z. B. „Für Web exportieren“ in Photoshop, „Bild anpassen“ in der macOS-Vorschau oder direkt in Squoosh.
- Komprimieren
Mit einem Online-Tool wie squoosh.app (Google, mit Vorschau und WebP-Export) oder tinypng.com. Qualität 70–80 % ist bei Fotos praktisch nicht von 100 % zu unterscheiden — bei einem Bruchteil der Dateigröße.
- Hochladen und Metadaten setzen
Alt-Text nicht vergessen — siehe Kapitel 04.
Optional gibt es kostenpflichtige WordPress-Plugins, die Bilder beim Upload automatisch komprimieren und in WebP umwandeln. Wenn das für dein Projekt sinnvoll ist, sprich uns an — es ersetzt aber nicht das Verkleinern der Dimensionen.
Bild-Check
Simulation · läuft lokal im BrowserBild hierher ziehen oder auswählen. Es wird nichts hochgeladen — die Prüfung läuft ausschließlich in deinem Browser.
Bild ablegen oder klicken zum Auswählen
JPG, PNG, WebP, GIF, AVIF
Videos
Bei Videos empfehlen wir, ausschließlich kurze Teaser-Videos (max. 10 Sekunden, 2–3 MB) direkt in die WordPress-Mediathek zu laden — typischerweise stumme Hintergrundvideos im Header. Die Vollversion wird am besten über Drittanbieter wie YouTube oder Vimeo eingebunden, weil diese Streaming, Auflösungsstufen und mobile Datensparmodi übernehmen.
- Format MP4 (H.264) oder WebM, Full-HD, ohne Tonspur bei Hintergrundvideos
- Autoplay funktioniert in Browsern nur stumm — ein Hintergrundvideo mit Ton startet nicht von selbst
- Für YouTube/Vimeo-Embeds: Datenschutz beachten, siehe Kapitel 10
- Keine 200-MB-Datei „nur zum Testen“ hochladen — der Upload-Limit-Fehler ist noch das kleinste Problem
- Bewegte Inhalte im Hero verschlechtern die Ladezeit messbar. Ein starkes Standbild ist oft die bessere Entscheidung.
Bildrechte
Dieses Thema fehlte in der Vorversion, verursacht in der Praxis aber die teuersten Fehler. Für jedes Bild auf der Website muss klar sein, woher es kommt und dass es dort verwendet werden darf.
- Nutzungsrechte: Fotograf:innen-Vertrag oder Stock-Lizenz muss die Online-Nutzung abdecken — auch für Social Media, wenn das Bild dort weiterverwendet wird.
- Urheber nennen, wenn die Lizenz das verlangt. Dafür ist das Feld „Beschriftung“ (Caption) da, alternativ ein Bildnachweis im Impressum.
- Personen: Wer erkennbar zu sehen ist, muss der Veröffentlichung zugestimmt haben (Recht am eigenen Bild). Besonders bei Mitarbeitenden, Kund:innen und Kindern.
- KI-generierte Bilder folgen eigenen Regeln — dazu der nächste Abschnitt.
- Niemals Bilder aus der Google-Bildersuche, von fremden Websites, aus Social Media oder aus Presseportalen ohne ausdrückliche Freigabe.
- Keine Screenshots fremder Websites, Logos oder Kartenausschnitte ohne Lizenz (Google Maps hat eigene Nutzungsbedingungen).
KI-generierte Bilder
KI-Bilder sind in wenigen Sekunden erzeugt und im Betrieb der aufwendigste Bildtyp, den es derzeit gibt. Bevor eines auf die Website kommt, müssen drei Fragen geklärt sein: Muss es gekennzeichnet werden? Darf es kommerziell verwendet werden? Und behauptet es etwas, das nicht stimmt?
1 — Kennzeichnung
Die EU-KI-Verordnung (AI Act, Verordnung (EU) 2024/1689) verlangt einen klaren Hinweis auf die KI-Herkunft, wenn Bild-, Audio- oder Videoinhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden und realen Personen, Orten oder Ereignissen täuschend ähnlich sehen — juristisch „Deepfakes“. Diese Transparenzpflichten gelten ab 2. August 2026.
Wo genau die Grenze zwischen „offensichtlich illustrativ“ und „täuschend echt“ liegt, ist noch nicht abschließend geklärt. Deshalb unsere Empfehlung, unabhängig von der Rechtslage: fotorealistische KI-Bilder von Anfang an kennzeichnen. Das ist deutlich billiger als eine Nachrüstung unter Zeitdruck — und Nutzer:innen honorieren Offenheit inzwischen mehr, als sie KI-Bilder abstrafen.
- Sichtbar kennzeichnen: ein kurzer Hinweis direkt beim Bild, z. B. „Mit KI erstellt“ oder „KI-generiertes Bild“ in der Bildunterschrift.
- Maschinenlesbar kennzeichnen: im IPTC-Feld Digital Source Type den Wert
trainedAlgorithmicMediasetzen. Google liest dieses Feld aus und markiert entsprechende Bilder in der Bildersuche. - Intern dokumentieren: welches Bild, welches Tool, welches Datum, welcher Prompt. Eine Zeile pro Bild in einer Liste genügt — im Streitfall ist das der Nachweis.
- Nicht im Impressum verstecken. Ein Sammelhinweis „einige Bilder sind KI-generiert“ irgendwo im Fußbereich erfüllt den Zweck nicht. Der Hinweis muss dem Bild zuzuordnen sein.
- Der Alt-Text bleibt eine Bildbeschreibung. Er beschreibt weiterhin, was zu sehen ist (Kapitel 04); die KI-Kennzeichnung gehört zusätzlich in die Bildunterschrift, nicht anstelle der Beschreibung.
- Grauzone Retusche: Faustregel — wenn KI den Bildinhalt verändert (Objekte hinzufügen, entfernen, den Bildausschnitt generativ erweitern), kennzeichnen. Reine Farb-, Belichtungs- und Schärfekorrektur nicht.
2 — Lizenz und Urheberrecht
- Nutzungsbedingungen des Tools prüfen. Kostenlose Tarife schließen die kommerzielle Nutzung häufig aus, und die Bedingungen ändern sich regelmäßig. Screenshot der geltenden Fassung zum Bild ablegen.
- Kein eigener Urheberrechtsschutz. Rein maschinell erzeugte Bilder gelten in der EU nicht als persönliche geistige Schöpfung und sind damit nicht geschützt — niemand kann Dritten verbieten, dasselbe Bild zu verwenden. Für ein Key-Visual oder ein Motiv, das zur Marke werden soll, ist das ein echtes Argument gegen KI.
- Keine Marken, Logos, geschützten Figuren oder erkennbaren Werke — weder im Prompt noch im Ergebnis. Dass ein Modell sie generieren kann, heißt nicht, dass sie verwendet werden dürfen.
3 — Wahrheit
- Keine KI-Bilder von Dingen, die es so nicht gibt: Zimmer, Produkte, Speisen, Innenräume, Gebäude, Ausblicke. Das ist nicht nur ein Vertrauensthema — wenn Kund:innen aufgrund des Bildes eine Kaufentscheidung treffen, kann es irreführende Werbung sein.
- Keine KI-Porträts, die wie echte Personen wirken — auch nicht in Team-, Testimonial- oder Bewertungsblöcken. Erfundene Mitarbeitende und erfundene Kundenstimmen sind der Klassiker, der Vertrauen dauerhaft kostet.
- Gut geeignet sind KI-Bilder für abstrakte, offensichtlich illustrative Motive: Hintergrundtexturen, Muster, konzeptuelle Grafiken, Blog-Illustrationen zu allgemeinen Themen.
Du planst, KI-generierte Bilder einzusetzen?
Die sichtbare Kennzeichnung ist keine Redaktionsaufgabe, sondern eine Design- und Programmieraufgabe. Sie braucht ein eigenes Feld an den Bild-Blöcken, eine definierte Darstellung im Layout und im Idealfall eine automatische Ausgabe im Bildnachweis. In Standard-Templates ist das nicht enthalten — ein Hinweis, der von Hand in die Bildunterschrift getippt wird, hält keine zwei Monate Redaktionsalltag durch.
Was wir dafür einrichten:
- Kennzeichnungsfeld „KI-generiert“ an den relevanten Bild-Blöcken
- einheitliche Darstellung des Hinweises im Design, inklusive mobiler Variante
- optional: automatisch erzeugte Bildnachweis-Seite mit KI-Kennzeichnung
- optional: Auslesen der IPTC-Metadaten, damit die Kennzeichnung direkt aus der Bilddatei kommt
- kurze Einschulung, wann gekennzeichnet werden muss und wann nicht
Öffnet eine vorbereitete E-Mail an info@florianmatthias.com. Alternativ über das Support-Formular oder telefonisch unter +43 512 319 771.
04 — Inhalte pflegen
Metadaten
Beim Upload können für jede einzelne Datei sogenannte Metadaten hinterlegt werden. Die folgenden Felder sollten unbedingt befüllt werden — sie kosten zehn Sekunden und wirken auf Barrierefreiheit, Nutzerfreundlichkeit und SEO gleichzeitig.
Die vier Felder
| Feld | Zweck | Sichtbar? | Pflicht |
|---|---|---|---|
| Alternativtext | Sprachliche Übersetzung des Bildinhalts | Nur wenn das Bild fehlt; wird von Screenreadern vorgelesen | Ja |
| Titel | Interner Name der Datei, teils Tooltip oder Lightbox-Titel | Je nach Block | Empfohlen |
| Beschriftung (Caption) | Bildunterschrift, Bildnachweis | Je nach Block sichtbar unter dem Bild | Optional |
| Beschreibung | Interne Notizen, Archivinformationen | In der Regel nicht | Optional |
Alternativtext (Alt-Text)
Der Alt-Text ist eine kurze Bildbeschreibung, also die sprachliche Übersetzung des visuellen Inhalts. Alternative Texte kommen zum Einsatz, wenn ein Bild aus bestimmten Gründen nicht angezeigt werden kann — und sie sind die Grundlage dafür, dass blinde und sehbehinderte Menschen den Inhalt erfassen können.
Barrierefreiheit
Screenreader lesen den Alt-Text vor. Ohne ihn ist das Bild für diese Nutzer:innen nicht existent — oder es wird der Dateiname vorgelesen.
Nutzerfreundlichkeit
Bei langsamer Verbindung oder Ladefehlern steht statt des Bildes die Beschreibung.
SEO
Der Alt-Text ist das wichtigste Signal für das Ranking in der Google-Bildersuche.
So schreibst du gute Alt-Texte
- Was ist zu sehen — und warum steht das Bild hier? Der Kontext entscheidet: Dasselbe Foto braucht auf der Teamseite einen anderen Alt-Text als im Blogartikel.
- Kurz halten: ein Satz, ca. 80–125 Zeichen.
- Text, der im Bild steht (z. B. auf einem Plakat), im Alt-Text wiedergeben.
- Bei einem verlinkten Bild beschreibt der Alt-Text das Ziel des Links, nicht das Bild.
- Nicht mit „Bild von …“ oder „Foto zeigt …“ beginnen — dass es ein Bild ist, weiß der Screenreader.
- Keine Keyword-Listen. Das ist Spam und hilft niemandem.
- Rein dekorative Bilder (Muster, Trennlinien, reine Stimmungsflächen) erhalten einen leeren Alt-Text — nicht „Dekoration“. Dann überspringt der Screenreader sie korrekt.
bild1 — sagt nichts, hilft niemandem.
Hotel Tirol Urlaub Wellness Berge Sommerurlaub günstig buchen — Keyword-Spam.
Zwei Personen frühstücken auf der Hotelterrasse mit Blick auf die Nordkette.
Maria Mustermann, Leitung Vertrieb — bei einem Porträt auf der Teamseite genügt das.
Titel, Beschriftung, Beschreibung
Titel: Das Titel-Feld wird durch WordPress automatisch mit dem Dateinamen vorbelegt. Der Titel kann in diesem Feld jederzeit manuell überschrieben werden — und das lohnt sich, weil er in manchen Blöcken als Tooltip oder Galerie-Überschrift ausgegeben wird.
Beschriftung (Caption): optional für die Bildunterschrift. Ob und an welcher Stelle der Inhalt auf der Website zu sehen ist, hängt vom Design bzw. der Programmierung des jeweiligen Blocks ab. Klassischer Einsatz: Bildnachweis („© Musterfoto“) oder eine erklärende Unterzeile.
Beschreibung: wird in der Regel nicht ausgegeben und kann für interne Notizen genutzt werden (z. B. Shooting-Datum, Fotograf:in, Lizenzlaufzeit).
1. Alt-Text und Titel hängen an der Datei, nicht an der Verwendung. Wird dasselbe Bild in zwei völlig verschiedenen Kontexten eingesetzt und braucht dort unterschiedliche Beschreibungen, muss der Alt-Text im jeweiligen Block überschrieben werden — falls der Block das erlaubt. Sonst: Datei zweimal hochladen.
2. Metadaten sind sprachabhängig. In einer mehrsprachigen Website müssen Alt-Texte und Beschriftungen pro Sprache gepflegt werden (Kapitel 12).
05 — Inhalte pflegen
Texte richtig einfügen
Es gibt zwei Möglichkeiten, Textfelder in WordPress zu befüllen: Der Text wird direkt im Texteditor eingegeben oder mit Copy & Paste eingefügt. Die meisten Blockelemente sind so programmiert, dass die Formatierung direkt im WordPress-Texteditor gemacht werden kann und soll.
Texte unformatiert einfügen
Wenn Text kopiert und eingefügt werden soll, sollte dieser immer unformatiert eingefügt werden — damit keine Formatierungen wie Textstile, Schriftgrößen, Farben oder auch Bindestriche aus Silbentrennungen mitkopiert werden.
Mac
cmd + shift + V
Windows
strg + shift + V
Alternativ im klassischen Editor über das Symbol „T“ („Als Text einfügen“) in der Werkzeugleiste. Ist diese Option aktiv, bleibt sie für die Sitzung eingeschaltet.
Was beim normalen Einfügen mitkommt und Probleme macht: Inline-Styles aus Word („Calibri 11 pt, schwarz“), <span>-Container, harte Zeilenumbrüche, Word-Sonderzeichen, Aufzählungen als Pseudo-Listen mit Tabs — und aus PDFs zusätzlich die Trennstriche der Silbentrennung mitten im Wort.
Einfügen-Vergleich
SimulationKopiere einen formatierten Text (z. B. aus Word, einer Website oder einem PDF) und füge ihn hier ein — einmal normal, einmal mit cmd/strg+shift+V. Rechts steht, was in der Datenbank landet.
(noch leer)
Manuelle Umbrüche und Absätze
Manuelle Zeilenumbrüche und Absätze sollten gar nicht oder nur sehr bewusst eingesetzt werden. Denn ein Umbruch wird auf jedem Endgerät dargestellt („responsive“) — dadurch kann ein unschönes Schriftbild entstehen und die Lesbarkeit erschwert werden.
Was am 27-Zoll-Monitor eine elegante zweizeilige Headline ist, wird am Smartphone zu einem Flattersatz mit drei Wörtern pro Zeile und einer einsamen Silbe am Ende.
Umbruch- & Silbentrennungs-Simulator
SimulationZieh die Spaltenbreite schmaler — so verhält sich der Text auf Tablet und Smartphone.
Mit manuellen Umbrüchen
Ohne Umbrüche, mit Silbentrennung
Links entstehen beim Verschmälern Zeilen mit einzelnen Wörtern und Löcher im Satz. Rechts bricht der Browser dort um, wo es passt.
Silbentrennung
Die automatische Silbentrennung ist im Web extrem relevant, von außen jedoch sehr wenig beeinflussbar. Das heißt: fixe Trennungen oder Ausnahmen (z. B. dass bestimmte Wörter nicht getrennt werden) können nicht global definiert werden, da der Inhalt responsive bleiben muss.
- Der Browser trennt nach eigenen Wörterbüchern. Bei sehr langen Komposita („Rehabilitationsmaßnahme“) sieht das gelegentlich ungewohnt aus — das ist normal.
- Notlösung für einen einzelnen Problemfall: ein „weiches Trennzeichen“ (
­) an der gewünschten Stelle. Sparsam und nur, wenn es wirklich stört — bitte mit uns abstimmen. - Niemals einen echten Bindestrich einfügen, um eine Trennung zu erzwingen. Der bleibt in jeder Breite stehen und landet auch in Suchergebnissen.
Überschriften: nur eine H1 pro Seite
Jede Überschrift auf einer Webseite hat in den meisten Fällen einen sogenannten H-Tag. Damit wird die Hierarchie — und in der Folge meist auch die Größe — einer Überschrift definiert. Die H1 ist die wichtigste Überschrift der Seite: in den meisten Fällen der Seitentitel. Sie kommt genau einmal vor.
- Wird der H1-Tag mehrfach verwendet, kann das negative Auswirkungen auf das Ranking haben und verwirrt Screenreader-Navigation.
- Keine Ebene überspringen: nach H2 kommt H3, nicht H4.
- Überschriften-Tags nicht nach Optik wählen („H2 sieht hier schöner aus“). Für Größe und Auszeichnung gibt es das Design.
- Überschriften beschreiben den folgenden Abschnitt. Sie sind ein Inhaltsverzeichnis, kein Zierelement.
Überschriften-Struktur prüfen
SimulationTypografie & Schreibweisen
„Anführungszeichen“ deutsch (alt+^/2)
"Zollzeichen" aus der Tastatur
Gedankenstrich – mit Leerzeichen; Bis-Strich 9–17 Uhr ohne
Bindestrich - als Gedankenstrich
Auslassung … als ein Zeichen
Drei Punkte ...
Abstände über das Design (Blockabstände)
Leerzeilen und Leerzeichen als Abstandshalter
- Listen mit der Listenfunktion erstellen, nicht mit Bindestrichen oder Aufzählungszeichen abtippen.
- Fett und kursiv sparsam und nie für ganze Absätze. Fett = wichtig, kursiv = Werktitel oder Fremdwort.
- Zahl und Einheit zusammenhalten: 50 % / 20 kg / 6020 Innsbruck. Ideal mit geschütztem Leerzeichen (alt+space).
- KEINE DURCHGEHENDEN GROSSBUCHSTABEN. Screenreader buchstabieren sie teils, und lesbar ist es auch nicht. Versalien setzt das Design, wenn sie gewollt sind.
- Keine Unterstreichungen — im Web bedeutet unterstrichen „Link“.
- Kein doppeltes Leerzeichen, keine Tabulatoren, keine Emojis als Aufzählungszeichen (Screenreader lesen jedes einzeln vor).
- WordPress hat keine Rechtschreibprüfung. Der Browser prüft nur oberflächlich. Texte vorher in einem Textprogramm gegenlesen.
Jeder Block ist auf einen Längenbereich hin gestaltet. Eine Teaser-Überschrift, die für vier Wörter gedacht ist, sprengt mit zwölf Wörtern das Raster; eine Karte mit 400 Zeichen Fließtext bricht die Höhe der Nachbarkarten. Wenn der Inhalt deutlich länger ist als das Muster im Design, ist meist ein anderer Block der richtige — sprich uns an.
06 — Inhalte pflegen
Links richtig einfügen
Es gibt einen Unterschied, ob auf interne oder externe Seiten verlinkt wird. Nachstehend die wichtigsten Regeln — sie entscheiden darüber, ob Links einen Website-Relaunch oder eine Domain-Umstellung überleben.
Interne Seiten
Interne Seiten können über die Suchfunktion im Link-Dialog eingefügt werden, ohne dass man die Link-URL eintippen muss. Einfach den Seitentitel in das Feld „Oder mit bestehendem Inhalt verlinken“ eingeben und den Treffer anklicken.
- Immer über die Suche verlinken. WordPress speichert dabei die Seiten-ID mit — der Link bleibt gültig, auch wenn sich später die URL ändert.
- Keine vollständigen URLs abtippen oder aus der Adresszeile kopieren, insbesondere keine Staging- oder Vorschau-URLs (
projekt.svr.fm/…) — die landen sonst live auf der Website. - Interne Links nicht in einem neuen Tab öffnen. Nutzer:innen erwarten, innerhalb der Website zu bleiben.
- Für Sprünge innerhalb einer langen Seite Anker-Links verwenden (
#kontakt) — welche Anker es gibt, hängt vom Projekt ab.
Linktext
Der Linktext kann im Dialog ebenfalls definiert werden, damit statt der URL der gewünschte Text angezeigt wird. Dieser Text ist wichtiger, als er aussieht: Screenreader können sich alle Links einer Seite als Liste ausgeben lassen — steht dort zehnmal „hier“, ist die Liste wertlos. Und Google bewertet den Linktext als Hinweis darauf, worum es auf der Zielseite geht.
- Der Linktext beschreibt das Ziel und funktioniert ohne den umgebenden Satz.
- Bei Dateien Format und Größe nennen: „Preisliste 2026 (PDF, 1,2 MB)“.
- „hier“, „hier klicken“, „mehr“, „weiterlesen“, „Link“, „www.example.com/seite-4711“.
- Nicht denselben Linktext für zwei verschiedene Ziele verwenden.
Linktext-Check
SimulationUnsere Preise findest du hier.
Alle Details in unserer Preisliste 2026 (PDF, 1,2 MB).
Externe Seiten oder Dokumente
Es gibt die Möglichkeit, Links in einem neuen Tab zu öffnen. Dazu muss die Checkbox „Link in neuem Tab öffnen“ aktiviert werden.
- Extern → neues Tab. Die Besucher:innen verlieren die Website nicht.
- Dokumente (PDF) → neues Tab. Sonst ersetzt das PDF die Seite und der Zurück-Button wird zur Falle.
- Das technisch notwendige
rel="noopener"setzt WordPress automatisch mit — darum muss sich niemand kümmern. - Immer die https://-Variante der Zieladresse verwenden.
- Nach dem Einfügen einmal klicken und prüfen. Externe Seiten ändern ihre URLs.
Spezialfälle
| Ziel | Schreibweise | Hinweis |
|---|---|---|
mailto:info@example.com | Kein neues Tab nötig | |
| Telefon | tel:+43512319771 | Internationale Vorwahl, keine Leerzeichen, keine Klammern |
| Datei | Link auf die Datei in der Mediathek | Nicht auf Google Drive, Dropbox o. Ä. verlinken |
| Kampagne | URL mit ?utm_source=… | Nur für Newsletter/Ads, nie für interne Navigation |
Wird der Slug einer bereits veröffentlichten Seite geändert, sind alle bestehenden Links, Lesezeichen und Google-Treffer auf einen Schlag toter Link (404) — inklusive Links aus Newslettern und von Partnerseiten. In diesem Fall braucht es eine Weiterleitung (301-Redirect) von der alten auf die neue Adresse. Bitte melden, wir richten sie ein. Details in Kapitel 08.
07 — Inhalte pflegen
Bildausschnitte & Einpassungen
Vereinfacht gesagt gibt es drei relevante Möglichkeiten, Bilder einzubinden. Das hat Auswirkung darauf, wie viel vom Bild bzw. welcher Bildausschnitt am Ende sichtbar sein wird — und das kann je nach Designkonzept von Blockelement zu Blockelement unterschiedlich sein.
Die drei Varianten
1 — Cover
Der Bild-Container hat eine fixe Größe, das Bild wird proportional so skaliert, dass es den ganzen Container ausfüllt. Alles, was darüber hinausgeht, wird abgeschnitten. Alle Bilder haben exakt die gleiche Größe.
2 — Contain
Der Container hat eine fixe Größe, das Bild wird proportional so skaliert, dass es vollständig sichtbar ist. Dadurch entsteht je nach Originalproportion Leerraum, und die Abstände zu anderen Elementen können variieren.
3 — Fixe Breite/Höhe
Der Container hat entweder eine fixe Breite oder eine fixe Höhe, die jeweils andere Seite ergibt sich proportional. Hoch- und Querformate werden immer komplett dargestellt — die Blockhöhe ändert sich mit dem Bild.
Variante 3 ist nur für ausgewählte Blockelemente zu empfehlen, z. B. bei Full-Grid-Bildern in Blogposts oder in Lightboxen. In Listen und Rastern führt sie zu einem unruhigen Layout.
Bildausschnitt-Simulator
SimulationDer blaue Rahmen ist der Container, den das Design vorgibt. Das Kreuz markiert die Bildmitte, die Kreise sind „wichtiges Motiv“.
Was das für die Bildauswahl bedeutet
- Sicherheitszone einplanen. Bei Cover-Bildern wird oben/unten oder links/rechts abgeschnitten. Wichtige Motive gehören in die Mitte, nicht an den Rand.
- Gleiche Ausrichtung in Listen. In Übersichten (News, Team, Referenzen) alle Bilder im gleichen Format anliefern — sonst wirkt das Raster zufällig.
- Team- und Porträtfotos möglichst mit gleichem Bildausschnitt und Abstand: Kopf immer auf ähnlicher Höhe.
- Vorher zuschneiden. Wenn ein Bild in einem quadratischen Container landet, ist ein bewusst quadratisch beschnittenes Bild immer besser als ein zufällig beschnittenes Querformat.
- Kein Text, keine Logos im Bild. Sie werden abgeschnitten, sind nicht übersetzbar, nicht durchsuchbar und für Screenreader unsichtbar.
- Keine Bilder mit wichtigen Details am äußersten Rand (Gesicht ganz links, Produktname ganz unten).
- Immer mobil prüfen. Am Smartphone werden Container oft deutlich hochformatiger als am Desktop — der Ausschnitt ändert sich also.
Im Header liegt meist Text über dem Bild. Deshalb: eine ruhige, gleichmäßige Fläche an der Textposition wählen, keine harten Kanten oder Gesichter darunter, und auf ausreichenden Kontrast zwischen Text und Bild achten (Kapitel 09). Bilder mit hellem Himmel und weißer Schrift darüber sind der Klassiker unter den unlesbaren Headern.
08 — Qualität & Recht
SEO & Yoast
Yoast SEO ist ein verbreitetes WordPress-Plugin, das entwickelt wurde, um Websites für Suchmaschinen wie Google zu optimieren. Am wichtigsten dabei ist die Yoast-SEO-Meta-Box, die im Backend bei jeder Seite angezeigt wird — inklusive Live-Vorschau, wie deine Inhalte in Google und in sozialen Medien wirken.
Was das Plugin kann — und was nicht
Meta-Angaben verwalten, Sitemap erzeugen, Vorschauen zeigen, auf handwerkliche Fehler hinweisen, Social-Media-Darstellung steuern.
Rankings verbessern. Das machen gute Inhalte, Ladezeit, Struktur und Verlinkung. Eine grüne Ampel ist kein Ranking.
SEO-Titel und Meta-Description
Der SEO-Titel wird automatisch aus Seitentitel, Trennzeichen und Website-Namen generiert. Die Länge des Title-Tags sollte 50 bis 60 Zeichen nicht überschreiten, sonst kürzt Google ihn ab.
Eine gute Meta-Beschreibung sollte prägnant und informativ sein. Die optimale Länge liegt typischerweise zwischen 150 und 160 Zeichen. Sie ist kein direkter Ranking-Faktor, entscheidet aber darüber, ob jemand auf das Suchergebnis klickt.
Google-Snippet-Vorschau
SimulationVorschau
Handwerkliche Regeln
- Wichtigstes Stichwort nach vorne, Markenname nach hinten.
- Jede Seite bekommt einen eigenen Titel und eine eigene Description. Doppelte Titel sind ein häufiger und leicht vermeidbarer Fehler.
- Die Description ist ein Werbetext mit Nutzenversprechen und möglichst einer Handlungsaufforderung.
- Keine Aufzählung von Keywords, keine Wiederholungen, kein „Home“ oder „Startseite“ als Titel.
- Keine Description leer lassen — dann wählt Google selbst eine Textstelle aus, oft eine ungünstige.
Slug (URL)
- Kurz halten, maximal drei bis fünf Wörter.
- Ausschließlich Kleinbuchstaben, Wörter mit Bindestrichen trennen. Beispiel:
about-us - Füllwörter weglassen:
/unser-neues-wellnessangebot-fuer-sie/→/wellness/ - Umlaute, Sonderzeichen, Datumsangaben, IDs.
- Nach dem Live-Gang nicht mehr ändern — außer mit Redirect. Siehe Kasten in Kapitel 06.
Die weiteren Reiter
| Reiter | Was dort passiert | Zuständig |
|---|---|---|
| SEO | Fokus-Keyphrase, Titel, Slug, Description, SEO-Analyse | Redaktion |
| Lesbarkeit | Satzlänge, Passivkonstruktionen, Absatzlängen | Redaktion (Hinweis, kein Gesetz) |
| Schema | Strukturierte Daten: Seitentyp, Artikeltyp | meist von uns voreingestellt |
| Social | Eigenes Bild und eigener Text für Facebook/LinkedIn/X | Redaktion |
Wird beim Teilen kein eigenes Bild gesetzt, ziehen die Netzwerke das Beitragsbild oder das erste Bild der Seite — häufig ein ungünstiger Ausschnitt. Für wichtige Seiten und Kampagnen lohnt ein eigenes Bild im Social-Reiter: 1.200 × 630 px, Motiv mittig, Text groß und mittig, weil die Netzwerke die Ränder beschneiden.
Fokus-Keyphrase und Ampeln: Die Ampeln sind ein Werkzeug, kein Ziel. Eine rote Ampel, weil das Keyword nicht exakt im ersten Absatz steht, ist kein Problem, wenn der Text gut ist. Umgekehrt macht eine grüne Ampel keinen schlechten Text gut. Wichtig ist: eine Seite, ein Thema.
Indexierung: Die Option „noindex“ (Seite nicht in Suchergebnissen anzeigen) nur bewusst und in Absprache setzen — sie nimmt die Seite komplett aus Google.
Erwartungsmanagement
- Google braucht nach Änderungen Tage bis Wochen, bis Titel und Description in den Suchergebnissen aktualisiert sind. Manchmal zeigt Google auch bewusst einen eigenen Text.
- Nach dem Live-Gang einer neuen Website fällt der Traffic häufig kurz ab und erholt sich dann. Das ist normal.
- Die Google Search Console ist das Werkzeug, um Indexierung und Suchanfragen zu beobachten. Falls noch nicht eingerichtet: gerne bei uns melden.
09 — Qualität & Recht
Barrierefreiheit
Barrierefreiheit ist von einem Nice-to-have zu einer rechtlichen Anforderung geworden. Der gute Teil: Der überwiegende Teil davon ist Redaktionsarbeit, die du in diesem Handbuch schon kennengelernt hast — Alt-Texte, Überschriftenhierarchie, sprechende Linktexte.
Warum das Kapitel neu ist
Auf Basis der EU-Richtlinie 2019/882 („European Accessibility Act“) gilt in Österreich das Barrierefreiheitsgesetz (BaFG). Für die dort erfassten Produkte und Dienstleistungen — darunter E-Commerce, Bank- und Zahlungsdienste, Personenverkehr, Telekommunikation und E-Books — greifen die Anforderungen seit 28. Juni 2025. Öffentliche Stellen sind in Österreich bereits länger über das Web-Zugänglichkeits-Gesetz (WZG) verpflichtet.
Technischer Maßstab ist die Norm EN 301 549, die im Kern auf WCAG 2.1 Level AA verweist. Für Kleinstunternehmen gibt es bei Dienstleistungen Ausnahmen. Ob und in welchem Umfang dein Projekt betroffen ist, klären wir am besten gemeinsam — unabhängig davon ist eine zugängliche Website messbar besser nutzbar und besser auffindbar.
Das lösen Design & Technik
Farbkontraste im Design, Tastaturbedienbarkeit, Fokus-Sichtbarkeit, semantisches HTML, ARIA-Auszeichnungen, Formularlabels, Skip-Links, korrekte Sprachauszeichnung der Seite.
Das löst die Redaktion — täglich
Alt-Texte, Überschriftenstruktur, Linktexte, Tabellenaufbau, Untertitel für Videos, zugängliche PDFs, verständliche Sprache, kein Text in Bildern.
Redaktions-Checkliste
- Alt-Texte für alle informativen Bilder, leerer Alt-Text für dekorative (Kapitel 04).
- Überschriften in korrekter Reihenfolge, eine H1 pro Seite, keine Ebene überspringen (Kapitel 05).
- Linktexte, die aus sich heraus verständlich sind (Kapitel 06).
- Tabellen nur für echte Tabellendaten, mit Kopfzeile. Nicht für Layout.
- Listen mit der Listenfunktion — Screenreader kündigen dann „Liste mit 5 Einträgen“ an.
- Fremdsprachige Passagen im Text auszeichnen, damit sie richtig vorgelesen werden. Bei einzelnen Zitaten bitte melden.
- Videos mit Untertiteln, Audio mit Transkript. YouTube-Auto-Untertitel sind ein Anfang, aber kein Ersatz — Namen und Fachbegriffe nachkorrigieren.
- Kontrast prüfen, wenn Farben oder Text-auf-Bild im Spiel sind (Werkzeug unten).
- Keine Information nur über Farbe transportieren („die roten Termine sind ausgebucht“) — immer zusätzlich Text oder Symbol.
- Kein Text in Bildern. Nicht vergrößerbar, nicht vorlesbar, nicht übersetzbar, nicht durchsuchbar.
- Kein Autoplay mit Ton, keine blinkenden oder schnell bewegten Elemente.
- Keine Großbuchstaben als Auszeichnung im Text.
Ein PDF ist nur barrierefrei, wenn es korrekt getaggt ist (Struktur, Lesereihenfolge, Alt-Texte, Sprache) — ein Export aus InDesign oder Word ist das nicht automatisch. Zwei praktikable Wege: entweder das PDF beim Erstellen richtig taggen oder die Information zusätzlich als HTML-Seite anbieten. Am wichtigsten: keine reinen Bild-Scans hochladen, in denen kein Text markierbar ist.
Kontrast prüfen
Fließtext braucht ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 zum Hintergrund. Für große Schrift (ab 24 px bzw. 18,66 px fett) sowie für Bedienelemente und aussagekräftige Grafiken genügen 3:1.
Kontrast-Rechner
Simulation · WCAG 2.1Wellnessurlaub in Tirol
Dieser Fließtext hat 16 Pixel und muss ein Verhältnis von mindestens 4,5:1 erreichen.
—
Barrierefreiheitserklärung
Betroffene Websites brauchen eine Erklärung zur Barrierefreiheit mit Stand, bekannten Einschränkungen und einer Kontaktmöglichkeit für Feedback. Sie ist ein juristisches Dokument und sollte nicht nebenbei getextet werden — bitte mit uns und gegebenenfalls der Rechtsberatung abstimmen. Wichtig ist außerdem, dass die dort genannte Kontaktadresse tatsächlich betreut wird.
10 — Qualität & Recht
Datenschutz & Einbettungen
Sobald Inhalte von fremden Servern nachgeladen werden — Videos, Karten, Schriften, Tracking, Chat-Widgets — werden Daten der Besucher:innen an Dritte übertragen. Deshalb ist jedes neue Embed eine datenschutzrechtliche Entscheidung, nicht nur eine gestalterische.
Grundregel
Alles, was Daten an Dritte überträgt, muss im Consent-Tool (Cookie-Banner) und in der Datenschutzerklärung berücksichtigt sein. Ein per Copy & Paste in einen Block gesetztes Embed umgeht diese Mechanik und ist damit im Regelfall ein Verstoß. Bitte kurz melden — wir bauen es sauber ein.
| Dienst | Problem | Vorgehen |
|---|---|---|
| YouTube / Vimeo | Setzt Cookies und überträgt IP | Über das Consent-Tool oder als Zwei-Klick-Lösung; bei YouTube den erweiterten Datenschutzmodus verwenden |
| Google Maps | Datenübertragung in die USA | Consent nötig; Alternative: statisches Kartenbild plus Link auf die Route |
| Google Fonts | Nachladen vom Google-Server | Wir hosten Schriften lokal — bitte keine Font-Einbindungen ergänzen |
| Tracking & Pixel | Analyse und Marketing | Nur über Consent-Tool und Tag-Manager, nie direkt im Inhalt |
| Social Feeds, Chat, Buchungs-Widgets | Laden ganze Fremdanwendungen | Vorab prüfen, dokumentieren, in Datenschutzerklärung aufnehmen |
- Das Cookie-Banner nicht selbst umkonfigurieren oder Kategorien deaktivieren.
- Nach jedem Einbau einmal im Inkognito-Fenster prüfen: Lädt das Embed wirklich erst nach der Zustimmung?
Formulare
- Datenminimierung: nur abfragen, was gebraucht wird. Jedes Pflichtfeld senkt die Absprungrate — und die Menge an Daten, die geschützt werden muss.
- Datenschutzhinweis mit Link zur Datenschutzerklärung am Formular. Eine aktive Zustimmung ist je nach Zweck erforderlich.
- Empfängeradressen aktuell halten. Der häufigste stille Fehler: Anfragen gehen an das Postfach einer Person, die nicht mehr im Unternehmen ist. Empfängeradressen ändern wir gerne — einmal jährlich prüfen.
- Testabsendung nach jeder Änderung am Formular, inklusive Kontrolle des Autoresponders und des Spam-Ordners.
- Keine besonders sensiblen Daten (Gesundheit, Bewerbungsunterlagen, Ausweisdaten) über ein Standardformular abfragen, ohne dass das vorher abgesichert wurde.
Pflichtangaben aktuell halten
Impressum und Datenschutzerklärung sind kein Set-and-forget. Änderungen bei Geschäftsführung, Firmenname, Adresse, Rechtsform, Aufsichtsbehörde, Kammer oder eingesetzten Diensten müssen dort nachgezogen werden. Das ist die häufigste Ursache für Abmahnungen — und der schnellste Fix.
- Bei jeder Firmenänderung: Impressum prüfen.
- Bei jedem neuen Tool auf der Website: Datenschutzerklärung ergänzen lassen.
- Personenbezogene Daten gehören nicht in Dateinamen oder in die Mediathek (Kapitel 03).
11 — Betrieb
Performance & Cache
„Ich habe die Seite geändert, sehe aber nichts.“ In neun von zehn Fällen ist das ein Cache. Dieses Kapitel erklärt, welche Caches es gibt und in welcher Reihenfolge du sie leerst.
Die zwei Caches
Server-/Hosting-Cache
Der Server liefert fertig gebaute Seiten aus, statt sie bei jedem Aufruf neu zu berechnen. Bei vielen Projekten findest du dafür einen eigenen Menüpunkt im WordPress-Backend (z. B. „Kinsta Cache“ oder ein Cache-Plugin). Betrifft alle Besucher:innen.
Browser-Cache
Der Browser (Chrome, Firefox, Safari) speichert temporäre Kopien besuchter Webseiten. Das beschleunigt das erneute Laden, weil bereits heruntergeladene Dateien lokal vorliegen. Der Cache kann jedoch auch zu Problemen führen, wenn veraltete oder beschädigte Dateien gespeichert sind. Betrifft nur dich.
Vorgehen, wenn eine Änderung nicht sichtbar ist
- Wirklich gespeichert?
Steht die Seite auf „Veröffentlicht“ und wurde „Aktualisieren“ geklickt? Nicht doch ein Entwurf oder eine geplante Veröffentlichung?
- Richtige Seite, richtige Sprache?
Bei mehrsprachigen Websites wird häufig die deutsche Seite bearbeitet und die englische betrachtet. Oben in der Adminleiste die Sprache prüfen.
- Server-Cache leeren
Über den Cache-Menüpunkt im Backend — entweder nur für diese Seite oder für die ganze Website.
- Hard-Reload im Browser
cmd+shift+R (Mac) bzw. strg+F5 (Windows) — lädt die Seite ohne den lokalen Zwischenspeicher.
- Browser-Cache leeren
cmd+shift+del (Mac) bzw. strg+shift+entf (Windows). Checkbox bei „Bilder und Dateien im Cache“ aktivieren, danach „Daten löschen“ klicken. Funktioniert in Chrome, Firefox, Edge und Opera gleich.
- Inkognito-Fenster
Der entscheidende Unterschied zum normalen Browser-Fenster: Das Inkognito-Fenster greift nicht auf den bestehenden Cache zurück. Diese Funktion gibt es im Menü jedes Browsers am Desktop sowie am Smartphone. Der schnellste Test, ob es an dir oder an der Website liegt.
- Anderes Gerät oder Netzwerk
Sieht ein Kollege die Änderung, ist es lokal. Sieht niemand sie, melde dich bei uns.
Wird eine Datei ersetzt (z. B. ein Bild oder PDF unter gleichem Namen überschrieben), hält der Browser die alte Version besonders hartnäckig fest. Hier hilft fast immer nur Hard-Reload oder Inkognito. Bei Kunden, die die alte Datei melden: Cache-Hinweis mitschicken.
Was Redaktion an der Ladezeit ändern kann
Google bewertet Websites unter anderem über die Core Web Vitals. Zwei davon hängen direkt an der redaktionellen Arbeit:
| Kennwert | Was gemessen wird | Einfluss der Redaktion |
|---|---|---|
| LCP | Wie schnell das größte Element sichtbar ist — meist das Headerbild | Sehr hoch. Ein 4-MB-Hero-Bild ruiniert den Wert im Alleingang |
| CLS | Wie stark das Layout beim Laden springt | Mittel: Embeds und Bilder ohne feste Proportion verschieben Inhalte |
| INP | Wie schnell die Seite auf Klicks reagiert | Gering, steigt mit der Anzahl eingebetteter Fremd-Skripte |
- Riesige, unkomprimierte Bilder — der Hebel Nummer eins (Kapitel 03).
- Slider mit 20 Bildern, mehrere Videos auf einer Seite, drei Social-Feeds im Footer.
- PDFs mit 40 MB als Download anbieten.
- Selbst messen: pagespeed.web.dev, URL eingeben, Mobilwert ansehen. Der Mobilwert ist der, den Google bewertet.
- Lazy Loading (Bilder laden erst beim Scrollen) macht WordPress automatisch. Das ersetzt aber keine kleinen Dateien.
12 — Betrieb
Übersetzungen
Mehrsprachige Websites werden bei uns in der Regel mit WPML umgesetzt. Die Reihenfolge der Arbeitsschritte ist dabei entscheidend — wer sie umdreht, löscht seine Übersetzung wieder.
Grundregeln
- Immer von der Hauptsprache in die Zielsprache übersetzen — nicht in der Zielsprache neu anlegen.
- Dazu am besten zuerst alle Inhalte der Hauptsprache einpflegen und erst dann mit den Übersetzungen beginnen.
- Einige Grundeinstellungen wie zum Beispiel das Menü und den Sprachumschalter übernehmen wir für euch.
- Keine Seite in der Zweitsprache über „Neue Seite“ anlegen — sie ist dann keine Übersetzung, sondern eine eigenständige Seite ohne Verknüpfung.
Beim Anlegen einer Übersetzung wird die Struktur aus der Hauptsprache übernommen. Wird die Hauptsprache später inhaltlich stark umgebaut, muss die Übersetzung nachgezogen werden — und wenn dabei erneut „Overwrite with … content“ verwendet wird, sind die bereits übersetzten Texte weg.
Anleitung: neue Übersetzung anlegen
- Plus-Zeichen klicken
In der Seitenübersicht in der Spalte bei den Sprachen auf das Plus-Zeichen der gewünschten Sprache klicken. WordPress öffnet eine neue, leere Seite in dieser Sprache.
- Checkboxen deaktivieren
Rechts unter „Media attachments“ beide Haken entfernen: Duplicate uploaded media from original und Duplicate featured image from original. Sonst werden alle Bilder ein zweites Mal in die Mediathek kopiert.
- „Overwrite with … content“ klicken
Damit wird die komplette Blockstruktur samt Inhalten aus der Hauptsprache übernommen — die Basis, auf der übersetzt wird.
- Meldung bestätigen
Die Warnung („The current content of this page will be permanently lost“) mit OK bestätigen. Das ist an dieser Stelle korrekt, weil die Seite noch leer ist.
- „Translate independently“ klicken
Damit wird die Seite von der automatischen Synchronisierung gelöst und kann frei bearbeitet werden. Ohne diesen Schritt überschreibt WPML deine Änderungen wieder.
- Inhalte übersetzen
Über die Sprachauswahl in der oberen Adminleiste lässt sich jederzeit zwischen den Sprachen wechseln, um Inhalte einzufügen und zu bearbeiten.
„Overwrite with … content“ ist ausschließlich beim erstmaligen Anlegen richtig. Auf einer schon übersetzten Seite löscht dieser Button die gesamte Übersetzung unwiederbringlich.
Überprüfung
Ob die Übersetzung korrekt angelegt wurde, lässt sich an zwei Punkten erkennen:
- In der Seitenübersicht wird in der Sprachspalte ein Bleistift-Icon statt des Plus-Icons angezeigt.
- Bei der Seite selbst steht in der Seitenleiste „This is a translation of: [Seitenname]“.
- Steht dort weiterhin ein Plus, ist keine Verknüpfung vorhanden — die Seite erscheint dann nicht im Sprachumschalter.
URLs übersetzen
Auch die URL sollte übersetzt werden. Dabei unbedingt folgende Schreibweise beachten:
- Kurz halten — maximal bis zu fünf Wörter
- Ausschließlich Kleinbuchstaben verwenden
- Zwischen den Wörtern Bindestriche statt Leerzeichen verwenden
- Beispiel:
about-us
Was zusätzlich pro Sprache gepflegt werden muss
- SEO-Felder: Title, Meta-Description und Slug in jeder Sprache eigenständig — nicht die deutsche Description stehen lassen.
- Alt-Texte und Bildunterschriften sind sprachabhängig (Kapitel 04).
- Dokumente: Ein deutsches PDF auf der englischen Seite ist ein Fehler, den Nutzer:innen sofort bemerken.
- Formulare, Buttons, Fehlermeldungen: Wenn hier noch deutsche Begriffe stehen, bitte melden — das sind meist Plugin-Übersetzungen, die wir zentral pflegen.
- Keine reine Maschinenübersetzung veröffentlichen. DeepL & Co. sind ein guter Rohentwurf, brauchen aber Lektorat — insbesondere bei Marketingtexten, Fachbegriffen und Ansprache (Du/Sie).
- Eigennamen, Marken und Produktnamen nicht übersetzen.
- Nicht übersetzte Seiten hinterlassen Lücken im Sprachumschalter: Nutzer:innen landen dann auf der Startseite statt auf der Entsprechung der Seite.
13 — Betrieb
Sicherheit & Wartung
WordPress betreibt einen erheblichen Teil des Webs und ist deshalb ein dauerhaftes Ziel automatisierter Angriffe. Fast alle erfolgreichen Angriffe nutzen zwei Einfallstore: schwache Passwörter und veraltete Erweiterungen.
Zugänge
- Ein eigener Account pro Person, mit einem Passwort, das nirgendwo sonst verwendet wird.
- Passwortmanager nutzen (1Password, Bitwarden, iCloud-Schlüsselbund). Ein 20-stelliges Zufallspasswort, das niemand tippen muss, ist die einfachste wirksame Maßnahme.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wenn im Projekt vorhanden. Falls nicht: gerne bei uns anfragen, wir richten sie ein.
- Accounts ausgeschiedener Personen sofort deaktivieren lassen.
- Keine Zugangsdaten per E-Mail, WhatsApp oder Slack verschicken.
- Keine geteilten Admin-Accounts, keine Passwörter in Excel-Listen oder auf Notizzetteln.
- Kein Login über öffentliche, unverschlüsselte WLANs.
Was wir übernehmen
Updates
WordPress-Core, Plugins und Theme — getestet, in der Regel zuerst auf einer Staging-Umgebung.
Backups
Regelmäßige Sicherungen inklusive Datenbank, mit definierter Aufbewahrungsdauer.
Monitoring
Erreichbarkeit, Zertifikate und auffällige Aktivitäten.
Der genaue Umfang hängt vom vereinbarten Wartungspaket ab. Wenn du nicht sicher bist, was in deinem Projekt abgedeckt ist: einmal fragen — ein Backup, das es nicht gibt, merkt man immer zum falschen Zeitpunkt.
- Keine Plugins selbst installieren. Auch keine „kleinen“ und keine kostenlosen aus dem Verzeichnis. Jedes Plugin ist zusätzlicher Fremdcode mit Zugriff auf die gesamte Website.
- Keine Updates selbst einspielen, auch wenn WordPress rote Zähler anzeigt. Ein Plugin-Update kann Blöcke und Layouts brechen.
- Keine Änderungen an Theme-Dateien über den Datei-Editor.
Phishing und Betrugsmails
Rund um Websites und Domains gibt es eine ganze Industrie an Täuschungsversuchen. Typische Muster:
- „Ihre WordPress-Seite ist infiziert — hier klicken zum Bereinigen.“
- „Ihre Domain läuft ab — jetzt verlängern“ (von einem Anbieter, der nicht dein Anbieter ist).
- „Eintrag in das Branchenverzeichnis bestätigen“ — kostenpflichtige Fallen mit Rechnung im Anhang.
- Gefälschte Google-Mails zu „Sicherheitsproblemen“ mit Login-Aufforderung.
- Im Zweifel: nicht klicken, weiterleiten an uns. Eine Rückfrage kostet zwei Minuten.
Bei Verdacht auf einen Hack (unbekannte Inhalte, Weiterleitungen auf fremde Seiten, Warnungen im Browser, neue Benutzerkonten): nichts löschen, nichts überschreiben und sofort bei uns melden. Spuren sind für die Ursachenanalyse wichtig, und ein Restore aus dem Backup ist einfacher als ein halb reparierter Zustand.
14 — Abschluss
Checkliste vor dem Live-Gang
Diese Liste ist der Kurztest, ob eine Seite fertig ist. Sie funktioniert genauso gut für eine einzelne neue Unterseite wie für den Launch einer gesamten Website. Die Haken werden lokal in deinem Browser gespeichert.
Inhalt
Bilder & Dateien
Links
SEO
Recht & Technik
Mehrsprachigkeit
Finale Runde
15 — Abschluss
Support
Die Erst-Befüllung ist die Feuerprobe. Dabei können kleinere Darstellungsfehler oder Bugs auftreten. Diese bitte über unser Support-Formular melden — so können wir schnell und effizient reagieren.
So läuft es ab
- Ticket über das Support-Formular
Nicht per E-Mail an einzelne Personen und nicht telefonisch — im Ticketsystem geht nichts verloren, und mehrere Personen können übernehmen.
- Zugang zum Kundenportal
Sobald das erste Ticket erstellt wurde, erhält der Absender Zugang zu unserem Ticketsystem mit einer Übersicht und den offenen Tasks.
- Bearbeitung und Rückmeldung
Wir priorisieren, melden uns bei Rückfragen und dokumentieren die Lösung im Ticket.
Ein gutes Ticket enthält
1 — URL
Die genaue Adresse der Seite, auf der das Problem auftritt. Bei mehrsprachigen Websites: in welcher Sprache.
2 — Screenshot
Ein Bild sagt mehr als drei Absätze Beschreibung. Bei Layoutfehlern das ganze Fenster zeigen, nicht nur den Ausschnitt.
3 — Gerät und Browser
„iPhone, Safari“ oder „Windows, Chrome“. Viele Fehler treten nur in bestimmten Kombinationen auf.
4 — Schritte zum Nachvollziehen
Was hast du geklickt, in welcher Reihenfolge? Tritt der Fehler reproduzierbar auf oder nur einmal?
5 — Erwartet vs. tatsächlich
„Ich habe X erwartet, es passiert Y.“ Das trennt Bug von Missverständnis.
6 — Dringlichkeit
Ist die Website nicht erreichbar, ist ein Formular kaputt oder ist es ein kosmetisches Detail? Bitte realistisch einschätzen.
Bei „meine Änderung ist nicht sichtbar“ zuerst die Cache-Schritte aus Kapitel 11 durchgehen und einmal ein Inkognito-Fenster öffnen. Das löst einen erheblichen Teil der Meldungen in dreißig Sekunden.
Kontakt
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